Selbsthilfe bei Schüchternheit und sozialer Phobie

 

Häufige Fragen zu Gruppen

Was kann eine Selbsthilfegruppe leisten und was nicht?
Eine Selbsthilfegruppe kann eine eventuell erforderliche Therapie nicht ersetzen. Sie kann aber den Betroffenen aus der Isolation heraushelfen, Unterstützung und Verständnis bieten, Erfahrungsaustausch ermöglichen und Kraft zum individuellen Kampf gegen eigene Ängste geben.


Ist es auch OK, nur zuzuschauen?
Jeder bekommt soviel Zeit, wie er braucht, um Vertrauen zu finden. Es wird nicht erwartet, dass du dich gleich am ersten Abend öffnest. Du solltest es aber schon als Ziel sehen, irgendwann die Beobachterrolle aufzugeben und von dir zu sprechen. Nur dann kann die Gruppe wirklich hilfreich sein.


Welche Verpflichtungen gehe ich in einer Selbsthilfegruppe ein?
Nur die, die du einzugehen bereit bist. Die kleinen organisatorischen Aufgaben, die den reibungslosen Ablauf eines Treffens garantieren, werden auf möglichst viele Teilnehmer auf freiwilliger Basis verteilt. So fühlen sich alle zu gleichen Teilen für die Gruppe verantwortlich und niemand ist überlastet.


Kann ich erstmal testen, ob die Gruppe das Richtige für mich ist, bevor ich mich richtig entscheide?
Aber natürlich. Komm einfach vorbei und schau dich um.


Wie läuft eine Gruppensitzung ab?
Eine Sitzung fängt mit einem "Blitzlicht" an. Jeder hat die Möglichkeit kurz zu erzählen, was ihn gerade beschäftigt. Es können auch Themen, Übungen und Spiele für die Gestaltung des Abends vorgeschlagen werden. Eine Sitzung endet mit einer "Abschlußrunde" in dem die Teilnehmer ihre momentane Gefühle bezüglich des Treffens erläutern. Kritik, Lob und Vorschläge können jetzt geäußert werden.


Welche Leute treffe ich an?
Du triffst Menschen, die selbst von Schüchternheit betroffen sind. Die Altersspanne reicht üblicherweise von 20 bis 45 Jahre, aber es sind sowohl jüngere als auch ältere Betroffene herzlich willkommen. Die Ausprägung der Schüchternheit kann recht unterschiedlich sein. Dies ist ein großer Vorteil, denn man kann von unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmer umso mehr profitieren.


Sind auch Profis (Psychologen u. ä.) zugegen?
Im Normalfall nicht. Wie schon die Bezeichnung "Selbsthilfegruppe" besagt, helfen wir uns selbst. Es können aber beim entsprechenden Interesse ab und zu Fachleute eingeladen werden, um Vorträge zu halten und Fragen zu beantworten. Sollte jemand individuelle professionele Hilfe wünschen, so kann er sich diesbezüglich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle beraten lassen.


Was macht die Gruppe sonst noch, außer Sitzungen abzuhalten?
Wir treffen uns natürlich auch privat, um unsere Ängste auch in realen Situationen zu bekämpfen. So gehen wir z.B. ab und zu gemeinsam aus. Außer dem Trainingseffekt wollen wir natürlich auch gemeinsam etwas Spaß dabei haben.


Wer leitet die Gruppe?
Niemand. Wir legen einen großen Wert darauf, jede Art von Hierarchie zu vermeiden. Deswegen teilen wir immer Aufgaben unter uns auf und wechseln uns bei den Aufgaben immer wieder ab.



Danke an die SHG Soziale Phobie Paderborn für den Text


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zuletzt am 18.02.2014 um 12 Uhr 33